
Mehr als Lithium: Hohenwart & Lachtal zeigen außergewöhnliches Multi-Rohstoff-Potenzial
In den Monaten Juli und August 2026 hat unser Geologenteam – bestehend aus unserem Chefgeologen Ralf Kriege, Prof. Dr. Mali und dem Geologiestudenten Daniel Schaller von der Montanuniversität Leoben sowie unserem CEO Thomas Brunner – bei unseren neuen Projektgebieten Hohenwart und Lachtal insgesamt rund 25 kg Gesteinsproben entnommen.
Seit dem 8. September 2026 liegt uns das offizielle Prüfzertifikat des international akkreditierten Labors ALS Geochemistry in Irland vor.
Die Ergebnisse sind exzellent – und besonders spannend ist: Es geht längst nicht nur um Lithium.
Die Analysen zeigen neben außergewöhnlich hohen Lithiumwerten auch interessante Anreicherungen von Tantal, Niob, Rubidium, Cäsium und Zinn. Damit liefern die ersten Untersuchungen wichtige Hinweise auf ein hochgradig fraktioniertes LCT-Pegmatitsystem.
Lithium-Spitzenwerte bis 3,79 % Li₂O
Die Analytik weist Gehalte von bis zu 3,79 % Li₂O aus (Probe HW 004-26).
Über alle 17 genommenen Proben liegt der Durchschnitt bei 1,695 % Li₂O – und das bereits bei oberflächennah entnommenem Gesteinsmaterial.
Im internationalen Vergleich außergewöhnlich starke Werte
Um diese Ergebnisse einzuordnen: Große internationale Hartgestein-Lithiumprojekte weisen Ressourcengehalte häufig in einer Größenordnung von etwa 1,0 bis 1,6 % Li₂O auf. Selbst Greenbushes in Australien – eine der weltweit höchstgradigen Hartgestein-Lithiumminen – weist aktuell Reserven von rund 1,9 % Li₂O aus.
Auch der österreichische Vergleich ist bemerkenswert: Die veröffentlichte gemessene und angezeigte Ressource des Wolfsberg-Lithiumprojekts liegt bei 1,17 % Li₂O.
Vor diesem Hintergrund sind unsere bisherigen Ergebnisse von durchschnittlich 1,695 % Li₂O über 17 Oberflächenproben und einem Spitzenwert von 3,79 % Li₂O geologisch außerordentlich vielversprechend.
Dabei ist uns wichtig: Bei Hohenwart und Lachtal handelt es sich derzeit um Oberflächenproben und noch nicht um eine definierte Mineralressource. Die kommenden Tiefenbohrungen werden zeigen, ob sich diese hohen Gehalte in der Tiefe und über größere Mächtigkeiten und Strecken bestätigen.
Mehr als Lithium: strategisch interessante Begleitmetalle
Für uns ist jedoch nicht nur die Höhe der Lithiumwerte von Bedeutung.
Die Laboranalysen zeigen gleichzeitig:
Tantal bis 59 ppm
Niob bis 132 ppm
Rubidium bis 763 ppm
Cäsium bis 199 ppm
Zinn bis 114 ppm
Gerade diese Kombination macht die Ergebnisse geologisch besonders interessant.
Lithium, Tantal, Niob, Rubidium, Cäsium und Zinn treten charakteristisch in stark entwickelten und fraktionierten Pegmatitsystemen auf. In Europa sind entsprechende Vorkommen bekannt, die Zahl weiter entwickelter Projekte mit belastbaren Ressourcennachweisen für mehrere dieser Rohstoffe ist jedoch überschaubar.
Hohenwart und Lachtal könnten damit perspektivisch wesentlich mehr als reine Lithiumprojekte sein.
Sollten die weiteren Explorationsarbeiten bestätigen, dass sich diese Mineralisierung über größere Bereiche und in die Tiefe fortsetzt, könnten neben Lithium auch die Begleitmetalle einen zusätzlichen strategischen Wert für die Projekte darstellen.
Wichtig dabei: Die bisherigen Ergebnisse sind ein geochemischer Nachweis aus Oberflächenproben. Ob Tantal, Niob oder andere Begleitmetalle später auch wirtschaftlich gewonnen werden können, werden erst weitere Exploration, Mineralogie, Bohrungen und metallurgische Untersuchungen zeigen.
Ein Rohstoffsystem im Fokus Europas
Die Bedeutung dieser Rohstoffkombination geht über BIOMINEX hinaus.
Europa verfolgt mit dem EU Critical Raw Materials Act (CRMA) das klare Ziel, seine Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu reduzieren und eigene Rohstoffprojekte zu entwickeln.
Lithium zählt dabei zu den strategischen Rohstoffen der EU. Auch Tantal und Niob besitzen aufgrund ihrer Anwendungen in Hochtechnologie, Elektronik, Speziallegierungen und anderen Schlüsselindustrien große strategische Bedeutung.
Genau deshalb sind polymetallische Systeme, die mehrere technologisch bedeutende Rohstoffe miteinander verbinden, für die europäische Rohstoffversorgung besonders interessant.
Für BIOMINEX eröffnet diese Rohstoffkombination daher eine zusätzliche Perspektive hinsichtlich strategischer Partnerschaften, europäischer Förderprogramme und der langfristigen Projektentwicklung.
Ein weiterer Baustein unserer Multi-Rohstoff-Strategie
Die Ergebnisse passen hervorragend zu unserer grundsätzlichen Strategie.
BIOMINEX setzt bewusst nicht auf einen einzigen Rohstoff und nicht auf ein einziges Projekt.
Wir entwickeln Schritt für Schritt ein diversifiziertes österreichisches Rohstoffportfolio mit unterschiedlichen Metallen und Projektgebieten.
Mit Hohenwart und Lachtal erweitern wir dieses Portfolio nun um Projekte mit außergewöhnlich interessanter Lithium- und Begleitmetall-Mineralisierung.
Damit wird unser Portfolio nicht nur größer – sondern auch rohstoffseitig breiter und strategisch interessanter.
Wie geht es jetzt weiter?
Die vorliegenden Laborresultate liefern uns ein erstklassiges geochemisches Fundament für die nächsten Explorationsschritte.
Unser Geologenteam arbeitet nun daran, die mineralisierten Zonen im Detail abzugrenzen und deren räumliche Ausdehnung besser zu verstehen.
Auf dieser Grundlage werden die Bohrpunkte für das bevorstehende Tiefenbohrprogramm festgelegt.
Die entscheidenden Fragen der nächsten Phase lauten:
Wie weit setzen sich die mineralisierten Pegmatite fort?
Welche Mächtigkeiten erreichen sie?
Wie entwickeln sich die Lithium-, Tantal- und Niobgehalte in der Tiefe?
Und welches Gesamtpotenzial ergibt sich daraus?
Mit den Tiefenbohrungen wollen wir erstmals belastbare Antworten auf diese Fragen erhalten und damit Schritt für Schritt die Grundlage für eine zukünftige Ressourcenschätzung und international anerkannte technische Gutachten schaffen.
Aus außergewöhnlich starken Oberflächenproben soll damit ein systematisch untersuchtes Rohstoffprojekt werden.
Hohenwart und Lachtal zeigen uns bereits heute: Hier geht es um mehr als Lithium.
Die Kombination aus Lithium, Tantal, Niob, Rubidium, Cäsium und Zinn macht die nächsten Explorationsschritte für uns besonders spannend – und könnte einen weiteren wichtigen Baustein für die zukünftige Entwicklung und Bewertung des BIOMINEX-Portfolios darstellen.
