Allgemeine Fragen
Was genau ist Biomining und wie unterscheidet sich die Methode von herkömmlichem Bergbau?
Biomining ist die Kunst, Metalle mithilfe von Bakterien aus Erzen herauszulösen. Dazu wird das Gestein zunächst zermahlen und mit Säure vermengt. Bei diesem Prozess werden dann ausgewählte Bakterien, die ursprünglich aus dem Gestein stammen und vermehrt worden sind, in das Säurebad dazugegeben. Sie fühlen sich in dieser Umgebung wohl und ernähren sich, indem sie das Erz zersetzen. Übrig bleibt dann eine Flüssigkeit, in der sich das Metall befindet. Dabei gilt das Biomining als vergleichsweise umweltfreundlich: die klassischen Verfahren, bei denen das Metall in Hochöfen aus dem Erz herausgeschmolzen wird, verbrauchen mehr Energie und belasten die Atmosphäre mit Schwefeldioxid. Erforscht wurde das Biomining insbesondere in den 70er-Jahren; jetzt wird es wieder neu entdeckt, weil die Metallpreise so stark gestiegen sind.
Für welche Metalle oder Rohstoffe ist Biomining besonders geeignet?
Biomining ist besonders geeignet zur Gewinnung von Metallen wie Gold, Silber, Kupfer, Nickel, und Zink. Auch andere Schwermetalle wie Arsen, Antimon oder Kobalt können mithilfe mikrobieller Prozesse aus Erzen oder Abfallmaterialien extrahiert werden. Die Methode wird vor allem bei Metallen eingesetzt, die in sulfidischen Erzen vorkommen, da die Mikroorganismen diese effizient aufschließen können.
Was sind kritische Rohstoffe?
Kritische Rohstoffe (engl. Critical Raw Materials) sind Rohstoffe, die für Wirtschaft, Industrie und technologische Entwicklung besonders wichtig sind, gleichzeitig aber hohen Versorgungsrisiken unterliegen. Die EU, die USA und andere Wirtschaftsblöcke führen eigene Listen solcher Rohstoffe.
Warum sind kritische Rohstoffe so wichtig?
Kritische Rohstoffe sind unverzichtbar für moderne Technologien und bilden eine zentrale Grundlage für die Elektromobilität. Sie sind wesentlich für den Ausbau erneuerbarer Energien wie Solar- und Windkraft und dienen als Schlüsselkomponenten für Batterien und Energiespeicher. Gleichzeitig sind sie unerlässlich für Hightech-Anwendungen, Elektronik und die Halbleiterproduktion. Auch die Luft- und Raumfahrttechnik sowie zahlreiche medizinische Hightech-Systeme sind ohne diese Rohstoffe nicht funktionsfähig. Zudem besitzen kritische Rohstoffe eine strategische Bedeutung für Sicherheit und Verteidigung. Die EU ist bei vielen dieser Materialien stark von Importen aus wenigen Lieferländern abhängig, was durch geopolitische Spannungen zusätzliche Risiken birgt. Hinzu kommen extrem niedrige Recyclingquoten.
Welche Rohstoffe sind in der EU als kritisch eingestuft?
Kritische Rohstoffe der EU (Stand 2023/2024): Aluminium / Bauxit • Antimon • Arsen • Baryt • Beryllium • Bismut • Borate / Boron • Cobalt • Kokskohle • Kupfer • Feldspat • Flussspat (Fluorspar) • Gallium • Germanium • Hafnium • Helium • Schwere Seltene Erden (Heavy REEs) • Leichte Seltene Erden (Light REEs) • Lithium • Magnesium • Mangan • Natürlicher Graphit • Nickel (Batteriequalität) • Niobium • Phosphatgestein / Phosphor • Platinmetalle (PGMs) • Scandium • Silicium-Metall • Strontium • Tantal • Titan-Metall • Tungsten (Wolfram) • Vanadium
Welche kritische Rohstoffe gibt es in den Projekten der BIOMINEX AG?
Die Projekte der BIOMINEX AG weisen hohe Konzentrationen folgender kritischer Rohstoffe auf: Kupfer, Antimon, Kobalt, Germanium, Wismut und Arsen. Eine detaillierte Übersicht findest du in den Projektbeschreibungen unter folgendem LINK.
Was ist das eigentliche bzw. längerfristige Ziel der BIOMINEX AG?
Das erklärte Unternehmensziel der BIOMINEX AG ist, kontinuierlich zu wachsen, die Entwicklung der Edelmetall-/Rohstoffvorkommen mit Hilfe unseres Expertenteams rasch bis zum Abbau voranzutreiben, weitere vielversprechende Projekte zu akquirieren, ein internationales Börsenlisting zu beantragen und zu einem der größten Explorations- & Bergbauunternehmen in Europa aufzusteigen.
Wie sicher sind die Gehaltsprognosen der vorhandenen Dokumentationen?
Die historische Datenlage und detaillierte Analysen bestätigen beträchtliche Vererzungen in unseren Projekten. Obwohl ein gewisses Restrisiko besteht, dass die tatsächlichen Gehalte von den Erwartungen etwas abweichen, kann dies auch zu positiven Überraschungen führen. Die Lagerstätte ist in alle Richtungen sowie in der Tiefe offen, was ein erhebliches Potenzial für weitere Entdeckungen bietet und den Wert des Projekts signifikant steigern kann.
Gibt es staatliche Förderprogramme oder EU-Initiativen, die nachhaltige Bergbauprojekte unterstützen?
Ja, es gibt nicht nur angemessene Fördermittel vom Österreichischen Staat und vom Land Steiermark, sondern vor allem von der Europäischen Union, die ja den Critical Raw Materials Act bis 2030 zur Umsetzung bringen möchte. Es wurden jetzt zusätzlich hohe Förderprogramme in Milliardenhöhe für Unternehmen aufgelegt, die vielversprechende Projekte mit kritischen Rohstoffen in Richtung Bergbau entwickeln, aus denen die Europäische Union den Eigenbedarf in der Höhe von mindestens 10% abdecken kann.
